So viel zum Thema „Pläne“

8. März 2021 0 Von Sonia01041974
Pläne schmieden und was das Leben daraus macht

Im August 2020 dachte ich, dass sich nun alles (meine Teilzeit-Stelle seit April 2020, mein Business, der erste Online Workshop, Zeit für Selbstfürsorge) „eingespielt“ hast, dass nun alles geschmeidig und wie geplant läuft….

Wie wenig ich doch wusste!!!

Knapp 2 Wochen später verkündete meine Chefin, dass sie auswandern möchte und somit ihr Arbeitsverhältnis zum 30.09. beendet hat.

Diese Nachricht wühlte einiges in mir auf… Mein Plan war doch sooo gut gewesen: Ich nehme eine Teilzeitstelle in meinem gelernten Job an, habe Freude an der Arbeit mit Kindern und habe genügend Zeit für den Ausbau meines Businesses. Wichtig war mir beim Annehmen der Teilzeitstelle auch, dass ich keine Führungsverantwortung habe, dass ich nicht umfassend aufräume, Dinge strukturiere oder optimiere.

Nachdem sie uns von ihrer Lebensveränderung erzählte, konnte ich erahnen wie mein geistiges Team sich vor Lachen auf die Oberschenkel klopft… Frei nach dem Motto „Das haben wir ja so geschickt eingefädelt!“ Hätte ich nur im Ansatz geahnt, dass meine Chefin ggfls. mit dem Gedanken spielte, ins Ausland zu gehen, hätte ich diese Stelle schlicht weg gar nicht angenommen.

Was soll ich sagen, noch am selben Abend rief ich meine damalige Chefin an, um mit ihr mal locker über die Rahmenbedingungen zu sprechen. 2 Tage später kam der Chef, um mich kennenzulernen, und eine Woche später war der neue Leitungsvertrag aufgesetzt.

Und die Moral von der Geschicht: Willst Du Gott zum Lachen bringen, dann erzähl ihm von Deinen Plänen!

Versteh mich bitte richtig- Ich finde Pläne nach wie vor toll. Nur ist mit diesem Erlebnis hoffentlich ebenfalls die Erkenntnis gesackt, dass niemand von uns weiß was morgen sein wird!

Manchmal sind es spontane Ereignisse, die uns neue Wege einschlagen lassen. Meist sind es dann eher dramatischere Situationen, bspw. wie der Verlust eines geliebten Menschen, das Ende eines Anstellungsverhältnisses oder auch eine medizinische Diagnose, die in der Lage sind, uns den Boden unter den Füssen wegzureißen.

Aus meinem aktuellen Erlebnis heraus glaube ich, dass es wahrscheinlich hilfreich ist, wenn wir das Ungewisse in unsere Pläne inkludieren. Somit integriere ich seitdem am Ende eines jeden Planes:  „So oder besser zu meinem höchsten Wohl.“

Des Weiteren hat sich mein Fokus verändert! Ich entferne mich von: „Wenn das so und so ist, dann werde/kann ich…“, zu: „Mein Plan für diese Woche ist, für diesen Monat ist, für dieses Jahr ist…“ Diese Punkte notiere ich mir und bin dann an jedem einzelnen Tag achtsam mit mir .

D.h. sollte ich heute die Intention verspüren, mich ausruhen zu wollen oder ausgiebig mit Freunden chatten zu wollen (ungeachtet meines ursprünglichen Wochenplans), dann folge ich den Impulsen.

Ich kümmere mich nicht mehr vordergründlich um die Umsetzung von Plänen, sondern darum, dass ich heute/im Hier & Jetzt glücklich, erfüllt und zufrieden bin!

„Don´t count the days, make the day count.”            Muhammad Ali

In diesem Sinne…. Deine Sonia